Unsere Leitsätze

Der Sicherheit verpflichtet und der Natur verbunden

Wildsport Tours bietet überwiegend geführte Kanutouren an. Daher besteht unser Team neben dem Inhaber (Thomas Mießeler) aus einer Vielzahl freiberuflich schaffender Kanuguides, die unsere Touren führen. Wir sind leidenschaftliche Paddler und Naturfreunde. Neben unseren hohen Maßstäben an ein sicheres Geleit unserer Gäste setzen wir uns aktiv für die Umwelt ein: Wir halten die Gewässer frei von Müll und reichen als Multiplikatoren bei unseren Touren den Respekt gegenüber der Natur an unsere Gäste weiter.

Vor der Kanutour: Ausführliche Einweisung durch den Kanuguide

Kanufahren - aber sicher!

Kanutouren anbieten kann theoretisch jeder. Es ist weder eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband nötig, noch gibt es gesetzliche Voraussetzungen in Bezug auf die Qualifikationen der Kanuguides. Das ist ein großes Manko. Bei vielen Anbietern trifft man auf unerfahrene und fahrlässig handelnde Begleiter, die über wenig oder gar keine Ortskenntnisse verfügen und kein Rettungsmaterial dabei haben. Andere Outdoor-Sportarten wie das Klettern oder das Tauchen sind wiederum mit gesetzlichen Bestimmungen versehen. Blicken wir über den nationalen Tellerrand, sehen wir, dass unsere europäischen Nachbarn auch für den Kanubereich Regelungen getroffen haben: Sowohl Österreich, die Schweiz als auch Frankreich setzen Qualifikationen bei Kanuguides voraus. In Frankreich ist die Regelung sogar so streng, dass die Anbieter nur ungeführte Touren anbieten. Damit ist freilich das Gegenteil erreicht. Zahlreiche schwere Unfälle auf der Ardèche im Rahmen von Kanuvermietungen dokumentieren die fatalen Folgen dieser Regelung.

Simulation einer Rettungssübung (Springersicherung mit Seil)

Unser Sicherheitskonzept

Die Sicherheit unserer Gäste steht an oberster Stelle. Die Flüsse in unserem Repertoire analysieren wir sehr genau. Wir kennen die Gefahren, können die Gewässer bei unterschiedlichen Wasserständen einschätzen und wissen natürlich auch, was im Extremfall zu tun ist. Aus Sicherheitsgründen scheuen wir dann auch nicht, die Boote bei Sturm (Astbruchgefahr) oder bedenklichen Wasserständen an Land zu lassen. Selbstverständlich erhält jeder Teilnehmer eine Schwimmhilfe, die er während der Tour tragen muss.

Viele Gefahrensituationen entstehen aber gar nicht direkt durch das Wasser, sondern aufgrund von Fehlern der Teilnehmer: Zu wenig zu Trinken, kein Kopfschutz im Hochsommer, unterschätzte Allergien - auch dies sind Risiken, die durch unser Team berücksichtigt und durch Prävention (Tourinformation im Vorfeld, Check bei der Kanueinweisung) möglichst vermieden werden.

Unser Sicherheitskonzept läuft zweigleisig:

Logo des Vereins PROGUIDE e.V.

(1) Zertifizierung mit regelmäßiger Nachprüfung: Unsere Tourenleiter müssen ihre Kenntnisse nachweisen lassen. Die Fähigkeiten in Bezug auf Fahrtechnik, Safetytalk und Personenrettung werden alle drei Jahre durch die Organisation PROGUIDE e.V. in Theorie und Praxis abgeprüft. Für das Zertifikat ist immer ein aktueller Erste-Hilfe-Kurs sowie ein Rettungsschwimmer erforderlich.

(2) Training, Praxiserfahrung und Beobachtung: Zertifikate sind wichtig. Aber ebenso wichtig (wenn nicht sogar noch wichtiger) ist das fortwährende Training (Rettungsszenarien werden jedes Jahr intern geübt) und das niemals endende Sammeln von Erfahrungen aus der Praxis. Selbst ein "alter Hase", der Gäste schon seit Jahrzehnten führt, lernt jedes Mal dazu. Ein weiterer nicht zu verachtender Aspekt ist die permanente Beobachtung der Gewässer in Bezug auf bauliche Veränderungen (siehe aktuell Altrhein oder Taubergießen) und Sturmschäden (z.B. quer liegende Bäume).

Die Rheinauen: Reich an Flora und Fauna

Kanufahren - aber natürlich!

Das Kanufahren ist eine ökologische Sportart und ein sanfter Tourismuszweig. Aus der Bootsperspektive kann man wunderbare Naturabschnitte entdecken. Zugleich darf man jedoch nicht vergessen, dass wir mit dem Kanu das "Wohnzimmer" zahlreicher Pflanzen und Tiere betreten. Entsprechend ist es geboten, sich rücksichtsvoll zu verhalten. Wir verpflichten uns aus diesem Grund, unseren eigens erstellten Umweltkatalog zum Verhalten in der Natur konsequent einzuhalten. Mit unseren jährlich stattfindenden, intensiven Putzaktionen helfen wir, die Gewässer vom Müll freizuhalten.

Unser Umweltkatalog

Der Umweltkatalog beschreibt einen Verhaltenskodex für unsere Tourguides und Gäste. Er ist die Grundlage für ein naturverträgliches Kanufahren.


Der Natur auf der Spur: Paddeln in den Rheinauen

Die Einhaltung des Katalogs versteht sich nicht nur bei unseren Guides, sondern auch bei unseren Teilnehmern von selbst.

Unsere Gäste suchen explizit die Nähe zur Natur. Aus der Perspektive des Kanus lernen sie die Flusslandschaft mit ihrer Flora und Fauna aus einer besonders schönen Perspektive kennen. Während der Kanufahrt identifizieren sich mit dem Naturraum und lernen ihn zu schätzen. Die Sensibilisierung ist ein wichtiger Beitrag zur Akzeptanz dieser Naturräume und letztendlich entscheidend für einen nachhaltigen, in der Gesellschaft verankerten Naturschutz. Unsere Guides treten dabei als Multiplikatoren auf, die die Idee des ökologisch bewussten Kanufahrens an die Gäste weiterreichen.

Putzaktion an der Alten Elz. Die Badische Zeitung berichtet jedes Jahr.

Die Elzputzaktion

Die örtlichen Schulen und Kanuanbieter haben bereits vor 20 Jahren damit begonnen, die Elz zu säubern. Ausgehend von den Aktivitäten der Biologielehrer des Gymnasiums Kenzingen in den 1990er-Jahren hat die Kanu-AG des Gymnasiums die Putzaktionen weitergeführt und ausgeweitet, zusammen mit unserem Team. Eine Elzputzaktion fand in unterschiedlichem Umfang jedes Jahr, meist während des Elzabschlags (jährliche Trockenlegung des Flussbetts im September/Oktober) statt und wurde seit 2004 immer umfangreicher.

Die letzte Putzaktion fand im September 2011 mit circa 50 Freiwilligen (darunter eine ganze Schulklasse) statt. Innerhalb weniger Stunden konnten wir mehrere Tonnen Müll aus der Elz ziehen. TV Südbaden und die Badische Zeitung haben wie jedes Jahr berichtet.

Von der Putzaktion im Jahr davor (September 2010) gibt es eine zweiseitige Berichterstattung mit Bildern, die Sie hier als PDF runterladen können: Download Bericht Elzputzaktion 2010